Städtisches Bauprojekt für Geflüchtete in der Seestraße vollendet: Dank an Anwohner und Baufirma
Punktlandung vor dem Einzug der künftigen Bewohner: das Bauvorhaben der Stadt in der Seestraße blieb im Zeit- und Kostenrahmen. Am Donnerstag vergangener Woche übergab der Generalunternehmer Weisenburger Bau GmbH in Person von Geschäftsführer Matthias Rydzlewicz den symbolischen Schlüssel an den Ortsvorsteher von Ettlingenweier, Berthold Zähringer, und Oberbürgermeister Johannes Arnold.
Das Gesamtprojekt inklusive aller Nebenkosten schlug mit 3,15 Mio. Euro zu Buche, über 423.000 Euro kamen als Förderung von der L-Bank, Voraussetzung für den Landeszuschuss war, dass die Stadt selbst die Bauherrschaft übernahm. Die reinen Baukosten beliefen sich laut der Projektleiterin, Adriana Morrell vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, auf rund 2,75 Mio. Euro. Einziehen werden ukrainische Familien, man habe bei der Belegung darauf geachtet, dass Menschen dort heimisch werden können, die schon länger hier sind und sich gerne integrieren möchten.
Drei Stichworte nannte OB Arnold in seiner Rede, allen voran stellte er den Begriff Respekt: Respekt für die kurze Bauzeit nach langer Vorbereitungs- und Diskussionsphase in Gremien und Gesprächsrunden, Respekt auch wegen des sehr guten Ergebnisses, entstanden sind zwölf Wohnungen mit drei bis vier Zimmern und Größen von 60 bis 83 Quadratmetern. Das Haus hat Außenwände aus Holz und ist mit Lärchenholz verkleidet, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert Strom, eine Wärmepumpe sorgt für nachhaltiges Heizen und es gibt ein wassersparendes Konzept zur Ressourcenschonung. Unter den Begriff Demut stellte der OB die Nutzung des Gebäudes, dort werden zunächst einmal Flüchtlingsfamilien wohnen. „Luxus ist das nicht, wenn eine fünfköpfige Familie, die bislang in einer 50-Quadratmeterwohnung lebte, nun 68 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung hat“, betonte er.
Der Dank des OBs schließlich galt allen, die einen Beitrag zum Gelingen des Projekts geleistet hätten, angefangen bei den Nachbarn für deren Geduld und fürs Ertragen des Baulärms, bei den am Bau direkt Beteiligten, der Baufirma und den Handwerkern, den Planern, Projektleitern, Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern, beteiligten Ämtern und Abteilungen der Stadt, Gemeinderat und Ortschaftsrat. Am Ende wünschte er den Bewohnern und Nachbarn ein gutes Miteinander. Auch Ortsvorsteher Berthold Zähringer ging auf das künftige Zusammenleben der Menschen in der Seestraße ein, anmerkend, dass er sich für die neue Nachbarschaft eine Willkommenskultur wünsche.
Das Budget sei ‚knifflig‘ gewesen, merkte der Geschäftsführer der Weisenburg Bau Matthias Rydzlewicz an, „aber wir haben das gut erledigt, es ist ein Projekt nach unserem Geschmack“, fügte er mit Blick auf seinen Kollegen Oliver Donecker, technischen Leiter bei Weisenburger, hinzu. Mit der Übergabe eines symbolischen Schlüssels an den OB und den Ortsvorsteher wurde der Projektabschluss besiegelt.
Lediglich die Stadtwerke werden noch die Leitungsverlegungen zum Abschluss bringen, die neuen Bewohner ziehen ab 1. März ein.