Dank Barrierefreiheit: ein Begegnungsort für alle
Das "neue" K26 ist nun ein Begegnungsort für alle, weil es in der Marktpassage keine Barrieren und Zugangshürden gibt wie am alten Standort.
Licht, hell, einladend und das wichtigste, barrierefrei ist das K26 an seinem neuen Standort im Weißenburger Hof. Die großen Fenster ziehen die Blicke an und die Besucher hinein in den BegegnungsLaden. Nicht abgeschottet, sondern offen für jedermann und jederfrau ist diese Einrichtung, die bislang in der Kronenstraße zu Hause war.
„Wir haben uns vom ersten Augenblick an in den Räumlichkeiten wohlgefühlt und wurden mit offenen Armen aufgenommen“, so die K26 Projektkoordinatorin des Amtes für Integration Jana Garcia Jester. Und dass die Rechnung aufgeht, das merken alle Beteiligten durch mehr Besucher, die beispielsweise zuvor nicht im Café Vielfalt waren wegen der Zugangsbarrieren im ´alten´ K26. Apropos K26, könnte gut sein, dass es einen anderen Namen bekommt, doch darüber entscheiden die Kooperationspartner.
Bis jedoch der Weißenburger Hof die neue Heimat werden konnte, „galt es einiges an Arbeit zu bewältigen, um die Wünsche und Bedürfnisse alle Zielgruppen unter einen Hut zu bringen“, merkte Meike Bitterwolf Sachgebietsleiterin Unterbringung und Integration des Ordnungs- und Sozialamtes. Nicht nur, dass es barrierefreie Zugänge gibt, der Innenhof wird sicher im Sommer von unseren Partner bespielt werden. Gerade sie waren während des Umzugs eine mehr als große Hilfe. „Haben mit angepackt und unterstützt“, unterstrich Leon Singer Umzugsprojektmanager und im Amt für Bildung, Jugend, Familie und Senioren tätig. Denn „der Betrieb lief uneingeschränkt weiter, was so nicht möglich gewesen wäre ohne die „Ehrenamtlichen, die auch für die vielen Angebote im K26 sorgen“. Ob die Frauen und Männer des Arbeitskreises Asyl (AK Asyl), oder des SeKi Generationenprojektes, bei dem Senioren und Kinder sich begegnen, oder des Kaffeehäusles oder vom effeff, vom TEV, der VHS oder Stadtbibliothek oder dem Kunstverein ArtEttlingen, um einige wenige aufzuzählen.
Sie waren natürlich alle zugegen bei der Eröffnung am Donnerstagnachmittag. An oberster Stelle stand bei Garcia-Jester wie bei Oberbürgermeister Johannes Arnold der Dank an alle Beteiligten, besonders an die Ehrenamtlichen für die tatkräftige Unterstützung, aber auch an die Planer wie Adriana Morrell vom Hochbau oder das Architekturbüro d28, nur so konnte aus einer Idee Wirklichkeit werden, die zur Freude aller aufgeht.
OB Arnold erinnerte an eine Gemeinderats-Klausur, bei der Stadträtin Beate Hoeft den Impuls für den BegegnungsLaden gab. Sie sah die Notwendigkeit einer Begegnungsmöglichkeit, die sich in der Kronenstraße fand. Doch diese Räumlichkeit hatte zu viele Hürden für Menschen mit Handicaps, das zeigte sich im Laufe der Nutzung. Und wieder kam der Impuls von einer Stadträtin, dieses Mal von Elisabeth Führinger. Sie schlug die Rochade vor, das ursprünglich für den Weißenburger Hof vorgesehene Cinemy doch in die Kronenstraße zu verlagern und den BegegnungsLaden in die Marktpassage, weil es hier bereits barrierefreie Zugänge gibt, sprich es wären keine großen Umbauten vonnöten. „Anfänglich habe er Bauchschmerzen gehabt wegen der Kooperationspartner, aber sie waren von der Idee sofort begeistert und sie sahen das Potenzial, das beispielsweise die Wohngruppe der HWK für ein Silvesterfest nutzte, dies habe ihn sehr gefreut“, so Arnold.
Im Sommer wird es dank der Kooperation mit der Bertha-von-Suttner-Schule Möbel im Innenhof geben, ließ er wissen. Er gehe davon aus, dass der neue BegegnungsLaden zu neuen Ideen inspirieren werde. Und das Cinemy hat durch die Verlagerung in die Kronenstraße auch eine Chance erhalten. „Eine echte win-win-Situation“, hob Arnold heraus, der wissen ließ, dass wahrscheinlich im Februar die nächste Eröffnung für das Cinemy nebst der Lounge gefeiert werden könnte. Dort haben die Renovierungsarbeiten bereits begonnen.
Und dann nutzten die Gäste die Möglichkeit, das neue K26 in Augenschein zu nehmen. Man erkennt sehr schnell, dass die neuen Räume viel mehr Raum durch die mobilen Trennwände bieten. So können wir einen getrennten Bereich für Kleingruppen oder Einzel- und Beratungsgespräche schaffen, informierte Garcia-Jester. Es wird im Übrigen noch ein Schallschutz kommen und an den Eingang in der Entengasse wird es einen digitalen Zugang über Chayns geben. Und dann hieß es nicht nur für die Kleinen, auch für die Erwachsenen Vorhang auf für ein Kasperletheater, das alle gleichermaßen erfreute.
Wer sich über das Angebot im K26 informieren möchte, geht auf nachfolgenden Link.